An diesem herrlichen Frühlingstag muss der „Frühling“ aus den „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi erklingen. Der 1. Satz ist gewiss die Musik, die von Vivaldi am häufigsten zu hören ist – allerorten, vom Kaufhaus bis zur akustischen Untermalung in der Fernsehwerbung. Man meint die grenzenlose Vitalität zu hören, mit der die Flora dem Sonnenlicht entgegensprießt, die Fauna die Wärme aufnimmt und sich alle Natur heiter regt. In Vivaldis Sonett heißt es: „Der Frühling ist gekommen, und festlich / Begrüßen ihn die Vögel mit frohem Gesang. / Und die Quellen zum Säuseln der Zephiretten / Fließen mit süßem Gemurmel“ (http://userpage.fu-berlin.de/history1/bs/vivaldi/niemann/sonette.htm). Die anderen Jahreszeiten werden in #32, #63 und #74 besprochen.
Auf der Klassikliste hören wir diesmal Salvatore Accardo an der Solovioline, ein hochgeschätzter italienischer Virtuose, der auf der ganzen Welt konzertiert, es begleitet das von ihm gegründete Orchestra da Camera Italiana. Auf der Ergänzungsliste ist das gesamte Konzert zu hören.
Heute vor 202 Jahren wurde Franz von Suppè (1819–1895) in Split im heutigen Kroatien geboren, das damals zu Österreich gehörte. (Der Accent grave wegen des italienischen Ursprungs der Familie.) Nach dem Tod des Vaters zog die Mutter mit dem Sohn ins heimische Wien, wo dieser privat Musik und Komposition studierte und später an mehreren Theatern erfolgreich als Kapellmeister und Komponist arbeitete. Neben Kirchenmusik hinterließ Suppè über 200 Bühnenwerke, zumeist komische Opern, Operetten und Theatermusik. Nur sehr wenig davon wird heute noch aufgeführt, bekannt sind aber noch einige Ouvertüren.
Auf der Klassikliste präsentiere ich die bekannteste von ihnen, die auch heute noch regelmäßig gespielt wird: die Ouvertüre zur Operette Leichte Kavallerie, bei der die Blechbläser ihren großen Auftritt haben. Es spielen die Berliner Philharmoniker unter Leitung von Herbert von Karajan. Auf der Ergänzungsliste gibt es die Ouvertüre zu Dichter und Bauer mit dem schönen Cello-Solo. Die entsprechende CD habe ich als Teenager für 31,90 Mark gekauft.
Beethoven hat zehn Sonaten für Violine und Klavier geschrieben. Die fünfte davon ist vermutlich die schönste, die später wegen ihres heiteren, optimistischen Charakters den Beinamen „Frühlingssonate“ erhalten hat.
Auf der Klassikliste ist heute aus der Sonate Nr. 5 F-Dur op. 24 für Violine und Klavier der 1. Satz Allegro mit seinem herrlichen Thema zu hören. Es spielt der griechische Geiger Leonidas Kavakos, dem die Klassikwelt aktuell zu Füßen liegt. Auf der Ergänzungsliste findet sich die gesamte Sonate mit dem anmutigen 2. Satz, den Kavakos wirklich großartig spielt, und dem lebensfrohen Schlusssatz. Möge uns diese wunderbare Musik durch die ganze Woche tragen!
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