Unser Sohn ist ins Jugendorchester gekommen und spielt dort Fiddler’s Frolic, ein weit verbreitetes Stück, das viele Jugendorchester auf der Welt spielen, z. B. hier in den Vereinigten Staaten: https://www.youtube.com/watch?v=jNw2yhyZCBo
Beim Fiddle-Spiel wird die Fiddle, die Geige, etwas anders gehalten und gespielt als im klassischen Geigenspiel, wodurch man schneller spielen und vor allem gleichzeitig singen kann. Diese Variante ist in der Country– und Folk-Music auf der ganzen Welt verbreitet, vor allem in Schottland und Irland. Auf der Klassikliste hören wir heute die Suite de Loudéac, eine tolle Live-Aufnahme vom Celtic Fiddle Festival. Es spielen Christian Lamaitre, Johnny Cunningham und Kevin Burke.
Am 18. Juni 1821, also am Freitag vor 200 Jahren, wurde im berühmten Königlichen Schauspielhaus Berlin die romantische Oper „Der Freischütz“ uraufgeführt – das Haus war voller bekannter Persönlichkeiten, der Komponist Carl Maria von Weber (1786–1826) dirigierte selbst, mehrere Stücke, auch die Ouvertüre, mussten wiederholt werden, der Erfolg war sensationell. Da wäre man gern dabei gewesen!
Die Oper hat das romantische Empfinden der Zeit getroffen, ihre Bedeutung als „erste deutsche Nationaloper“ ist überragend, es sind ganze Bücher über sie geschrieben worden. Die Handlung entstammt einer Geistergeschichte um vom Teufel verzauberte Gewehrkugeln, sicher treffende „Freikugeln“, mit der Max öffentlich einen Probeschuss abgeben will, um seine Braut Agathe heiraten zu dürfen.
Auf der Klassikliste hören wir die geniale Ouvertüre mit ihrem Wechsel zwischen Hell und Dunkel, Liebesempfinden und Teufelsvorahnung. Es spielt das Frankfurter Radio-Symphonie-Orchester unter Leitung von Marek Janowski. Auf der Ergänzungsliste gibt es eine der bekanntesten Melodien aus dem Freischütz, den sogenannten Jägerchor „Was gleicht wohl auf Erden“ – ein Stück, auf das alle Männerchöre und alle Hornqartette der Welt hinfibern.
Wenn eine Fee zu mir käme und ich drei Wünsche frei hätte, die ich nur für mich selbst einsetzen sollte, dann würde ich mir vielleicht wünschen, dass ich einen Tag lang so Horn spielen könnte, wie ich wollte. Und dann würde ich natürlich auch das Concertino für Horn und Orchester e-Moll op. 45 von Carl Maria von Weber (1786–1826) spielen, ein faszinierendes Stück, das in allen drei Sätzen eine große Virtuosität und musikalischen Ausdruck zugleich erfordert.
Auf der Klassikliste hören wir heute daraus den Schlusssatz. Es spielt Hermann Baumann aus Hamburg (geb. 1934), einer der großen deutschen Hornisten, begleitet vom Gewandhausorchester Leipzig unter Leitung von Kurt Masur. Auf der Ergänzungsliste ist das gesamte Werk zu hören, insbesondere der herrliche 2. Satz mit seinen tiefen Akkorden am Schluss im Solo-Horn. So sollte man Horn spielen können!
Archiv
- Mai 2024
- April 2024
- März 2024
- Februar 2024
- Januar 2024
- Dezember 2023
- November 2023
- Oktober 2023
- September 2023
- August 2023
- Juli 2023
- Juni 2023
- Mai 2023
- April 2023
- März 2023
- Februar 2023
- Januar 2023
- Dezember 2022
- November 2022
- Oktober 2022
- September 2022
- August 2022
- Juli 2022
- Juni 2022
- Mai 2022
- April 2022
- März 2022
- Februar 2022
- Januar 2022
- Dezember 2021
- November 2021
- Oktober 2021
- September 2021
- August 2021
- Juli 2021
- Juni 2021
- Mai 2021
- April 2021
- März 2021
- Februar 2021
- Januar 2021
- Dezember 2020
- November 2020
- Oktober 2020
- September 2020
- August 2020
- Juli 2020
- Juni 2020
