Anfang des 20. Jahrhunderts waren große Handels- und Frachtschiffe mit Segelantrieb noch schneller und rentabler als Schiffe mit Dampfantrieb. Wir haben in Travemünde die Passat besichtigt, eine der „Acht Schwestern“, acht über 100 m lange bauähnliche Segelschiffe mit vier Masten der Reederei F. Laeisz. Diese sog. Viermastbarken markieren den letzten Höhepunkt der Segelfrachtschifffahrt zwischen Europa und Südamerika.
Zur selben Zeit ist das bekannte Shanty „De Hamborger Veermaster“ entstanden, ein Seemannslied auf Plattdeutsch mit englischem Refrain, das sich auf diese Schiffe bezieht. Die Version auf der Klassikliste wird vom Marinechor Blaue Jungs aus Bremerhaven gesungen, den Text mit Übersetzung gibt es hier.
Unser Sohn hat in der zurückliegenden Woche viel für die Internationale Meistersinger-Akademie in Neumarkt gearbeitet. Hier nehmen Nachwuchs-Opernsänger sog. Meisterkurse bei renommierten Dozenten, diesmal war z. B. die schwedische Star-Mezzosopranistin Anne Sofie von Otter da. Mehrere Sängerinnen haben unter anderem die sehr bekannte Arie Voi che sapete aus der Oper Die Hochzeit des Figaro von Wolfgang Amadé Mozart einstudiert, beispielsweise Valerie Eickhoff:
https://www.youtube.com/watch?v=sUcT-QUlLLE&t=523s
Auf der Klassikliste hören wir heute die wunderbare und vielfach ausgezeichnete niederländische Sängerin Elly Ameling (geb. 1933), die diese Arie unvergleichlich schön singt. Es begleitet das English Chamber Orchestra unter Leitung von Edo de Waart. Auf der Ergänzungsliste gibt es dieselbe Arie, diesmal von der Dozentin Anne Sofie von Otter (geb. 1955) selbst gesungen. Die Rolle des Cherubino im Figaro wird übrigens dem Stimmfach lyrischer Mezzosopran zugschrieben, der über eine warm timbrierte Stimme mit einer reichen Mittellage und einer sicheren, farbigen Höhe verfügen muss.
Das Fahrradfahren wird immer wieder mit Freiheit verbunden, weil es uns eine andere Geschwindigkeit, ein „Durch-die-Luft-Schweben“ trotz Bodenhaftung vermittelt. Ob ich mich dabei jemals „völlig frei“ gefühlt habe, wie Edzard Hüneke in seinem hintergründigen Lied Fahrradfahren singt, kann ich nicht sagen, aber ich habe es mit vier Jahren in Burlington/Vermont (USA) mit meinem Vater gelernt und bin seither immer viel und gern Fahrrad gefahren.
Anlässlich unserer heutigen Rückkehr von einer Fahrradreise stelle ich das genannte Lied auf Klassikliste, das etwas populärere Lied Fahrrad fahr’n von Max Raabe auf die Ergänzungsliste.
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