In der Romantik besteht eine große Sehnsucht nach einer harmonischen Vereinigung von Erde und Himmel, Natur und Kunst, Rationalität und Empfindung in einer magischen All-Einheit. Es geht um die Einheit alles Lebendigen in Liebe und Poesie. Die Nacht und der Wald sind typische romantische Sehnsuchtsorte, und Johann Gabriel Seidl (1804–1875) feiert beide in seinem wunderbaren Gedicht „Nachtgesang im Walde“ mit der Anfangsstrophe: „Sei uns stets gegrüßt, o Nacht! / Aber doppelt hier im Wald, / Wo dein Aug’ verstohlner lacht, / Wo dein Fußtritt leiser hallt!“ In der genialen Vertonung von Franz Schubert (1797–1828) singt das ein Männerquartett, das – passend zum „Hörnergetön“ – von einem Waldhornquartett begleitet wird.
Auf der heutigen Klassikliste hören wir den „Nachtgesang im Walde“ D 913 von Franz Schubert aus dem Jahre 1827 in einer Aufnahme der vielfach ausgezeichneten Camerata Musica Limburg unter Leitung von Jan Schumacher. Herrliche Musik – romantischer geht’s nicht!

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