Heute fei­ert Rein­hard Goe­bel seinen 70. Geburts­tag. Als brillan­ter Gei­ger mach­te er sich früh mit der ba­rocken Spiel­weise ver­traut und wur­de zu einem der wichtigs­ten Weg­be­rei­ter der sog. his­to­ri­schen Auf­füh­rungs­praxis in Deutsch­land. 1973 hat er das En­sem­ble Musi­ca Anti­qua Köln ge­grün­det, mit dem er seine klang­lichen Vor­stel­lun­gen in zahl­rei­chen Auf­füh­run­gen und Auf­nah­men um­setz­te. Als er krank­heits­be­dingt nicht mehr Vio­line spie­len konn­te, lös­te sich das En­sem­ble 2006 auf. Seit­her wid­met er sich dem Di­ri­gie­ren und gibt seine Er­fah­run­gen als Pro­fes­sor für his­to­ri­sche Auf­füh­rungs­praxis am Mozar­teum in Salz­burg wei­ter.
Aus diesem An­lass und weil wir heu­te Hoch­zeits­tag haben, hören wir auf der Klassik­liste die Arie „Sich üben im Lieben“ aus Bachs Hoch­zeits­kan­ta­te „Weichet nur, be­trüb­te Schat­ten“ BWV 202. Der durch und durch ba­rocke Text lau­tet:

Sich üben im Lie­ben,
In Scher­zen sich her­zen
Ist besser als Flo­rens ver­gäng­liche Lust.
    Hier quel­len die Wel­len,
    Hier lachen und wachen
    Die sie­gen­den Pal­men auf Lippen und Brust.

Es singt die wunder­bare Chris­tine Schä­fer (geb. 1965), be­glei­tet von Mu­si­ca Anti­qua Köln unter Lei­tung von Rein­hard Goe­bel in einer Auf­nahme von 1999. Auf der Ergänzungs­liste fin­det sich die ge­sam­te Kan­ta­te.

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