Heute vor 223 Jahren wurde in Wien Franz Schubert geboren, der älteste der drei großen frühen deutschen Romantiker, denen wir unfassbar schöne Musik verdanken. Er kam als 13. von zwanzig Kindern auf die Welt. Bereits mit fünf erhielt er Geigenunterricht, mit sieben Orgelunterricht, als Elfjähriger wurde er als Sängerknabe in die Wiener Hofmusikkapelle aufgenommen, mit sechszehn komponierte er die erste Sinfonie, mit siebzehn die erste Oper.
Auf der Klassikliste hören wir heute eines seiner bekanntesten Klavierwerke, das Impromptu Nr. 4 As-Dur D 899, keine strenge Sonate, sondern ein kurzes Fantasiestück der Form A–B–A. Wir hören Grigory Sokolov in einer Live-Aufnahme, einen der bedeutendsten lebenden Pianisten. Unsere Klavierlehrerin schätzt ihn sehr, er hat eine fantastische Anschlagskultur. Von derselben CD findet man auf der Ergänzungsliste von Schuberts Drei KlavierstückenD 946 die Nr. 2 Allegretto Es-Dur, auch ein Impromptu. Beide Stücke hat unsere Tochter am Ende ihres Klavierunterrichts gespielt.
Gustav Holst hat auch zwei Suiten für Military Band komponiert, wobei Band bzw. Concert Band, Symphonic Band, Wind Band oder Symphonic Winds im angelsächsischen Raum ein Blasorchester bezeichnet (engl. wind instrument = dt. Blasinstrument). Aufgrund einer Empfehlung in einem Hifi-Magazin hatte ich mir Anfang der 80er Jahre für sage und schreibe 38 Mark eine CD der Cleveland Symphonic Winds gekauft, das Label TELARC stand für sehr hochwertige Audioaufnahmen. Von dieser CD kannte ich die beiden Suiten von Holst mit ihrer symphonischen Musik auf Basis englischer Volkslieder, die für ein Blasorchester schon sehr anspruchsvoll ist. Umso größer war meine Freude, als wir Ende der 80er Jahre die Second Suite for Military Band F-Dur op. 28 Nr. 2 in der Stadtkapelle Herrenberg auflegten, wo ich an der 1. Posaune spielte.
Auf der Klassikliste hören wir daraus den 1. Satz March im Stile eines Militärmarsches. Auf der Ergänzungsliste folgen die weiteren Sätze: 2. Song Without Words, 3. Song of the Blacksmith (dt. Lied des Grobschmids) mit den Hammerschlägen, aber schwer wegen des ständigen Wechsels von 3/4- und 4/4-Takt, 4. Fantasia on the „Dargason“. Tolle 11 Minuten Musik.
Es spielen die Cleveland Symphonic Winds unter Leitung von Frederick Fennell. Genießt den Sound dieser Aufnahme (der bei der mp3-Qualität von Spotify leider etwas verlorengeht). Wer die ganze Wucht der Aufnahme hören möchte, soll sich das mal auf einer guten Stereoanlage anhören.
Mit Winter verbinde ich die Melodie des britischen Komponisten Gustav Holst (1874–1934), die er auf das englische Weihnachtslied „In The Bleak Midwinter“ (dt. „Mitten im kalten Winter“) komponiert hat. Der Text stammt von der frommen Dichterin Chistina Rossetti (1830–1894), die viele christliche Texte verfasst hat.
Auf der Klassikliste hören wir heute eine etwas süßliche Instrumentalfassung vom London Festival Orchestra unter Leitung von Ross Pople. In England, wo es eine besondere Tradition des Chorgesangs gibt, gehört das Lied zu den wichtigsten Christmas Carols. Auf der Ergänzungsliste kann man z. B. den Worcester Cathedral Choir hören, auf Youtube gibt es eine Aufnahme mit dem BBC Philharmonic Orchestra und der großartigen neuseeländischen Opernsängerin Kiri Te Kanawa, die 1981 bei der Hochzeit von Charles und Diana gesungen hat: https://www.youtube.com/watch?v=aKal-k2zxog
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