1711 hat Antonio Vivaldi (1678–1741) zwölf Konzerte für 1–4 Violinen und Streichorchester unter dem Titel L’Estro armonico op. 3 (dt. „Die harmonische Eingebung“) veröffentlicht. Dabei spielen im ersten Konzert vier Violinen solo, im zweiten Konzert zwei Violinen, und dritten Konzert gibt es nur eine Solovioline. Diese Folge wiederholt sich viermal, wobei manchmal ein Solocello hinzutritt. Vivaldis Konzertzyklus hat einen riesigen Einfluss auf die europäische Musik gehabt, schon bald gab es Nachdrucke, und man sprach von einem Vivaldi-Fieber.
Hören wir aus diesem Zyklus heute auf der Klassikliste den 1. Satz aus dem bekannten Konzert für Violine und Streichorchester G-Dur op. 3 Nr. 3. Es spielen Pina Carmirelli mit I Musici, vermutlich dem berühmtesten italienischen Kammerorchester. Es wurde 1951 von Studenten gegründet und besteht noch heute: http://www.imusici.info/
Auf der Ergänzungsliste gibt es das gesamte Konzert. Außerdem die bekannte Bearbeitung als Konzert für Cembalo solo BWV 978 in F-Dur, also einen Ton tiefer, von Johann Sebastian Bach, am Cembalo spielt Benjamin Alard.
Nach dem Impromptu von Schubert folgt heute eines von Frédéric Chopin (1810–49), der vier Impromptus komponiert hat. Das Impromptu Nr. 4 cis-Moll op. 66, das letzte, stammt von 1839. Chopin wollte nicht, dass es zu seinen Lebzeiten veröffentlicht würde. So erschien es erst 1855 sechs Jahre nach seinem Tode und bekam den Titel Fantasie-Impromptu, vermutlich war das damals werbewirksamer. Auf der Klassikliste hören wir es heute in einer Einspielung des russischen Star-Pianisten Daniil Trifonov (geb. 1991).
Übrigens wurde dieses Stück heute im Neujahrskonzert der Musikschule von einer Schülerin ganz wunderbar vorgetragen.
In #35 haben wir bereits ein Impromptu von Franz Schubert (1797–1828) gehört, und da unser Sohn gerade ein anderes übt, folgt heute auf der Klassikliste auch dieses: das Impromptu As-Dur op. 142 Nr. 2 D 935 mit seinem wunderbaren Thema. Es spielt die japanisch-britische Pianistin Mitsuko Uchida.
Schubert hat übrigens acht Impromptus komponiert, vier in der ersten Sammlung op. 90 im Herbst 1827 und vier in der zweiten Sammlung op. 142 gleich im Dezember darauf. Die acht Stücke sind überaus beliebt und werden häufig sowohl von Schülern als auch auf großer Bühne aufgeführt.
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