An­läss­lich des Ge­burts­tags unse­rer Toch­ter kom­men wir zur hei­te­ren 8. Sym­pho­nie F-Dur op. 93 von Lud­wig van Beet­hoven, die heute vor 208 Jahren ur­auf­ge­führt wur­de. Beet­hoven hat­te für den 27. Februar 1814 – eben­falls einen Sonn­tag – den Großen Re­douten­saal in der Wiener Hof­burg ge­mie­tet und ein großes Kon­zert ver­an­stal­tet, da­mals Aka­de­mie ge­nannt. Er stell­te ein Orches­ter zu­sammen, mach­te Wer­bung, ver­kauf­te Ein­tritts­karten und ließ ei­gene Musik spie­len, da­run­ter gleich zwei neue Sym­pho­nien. Das war eine wich­ti­ge Ein­nahme­quel­le für Beet­hoven, der wegen sei­ner zu­nehmen­den Ge­hör­er­kran­kung nicht mehr als Pia­nist auf­tre­ten konn­te und als ers­ter frei­be­ruf­licher Kom­po­nist der Musik­ge­schich­te nur von der inter­na­tio­na­len Ver­mark­tung sei­ner Kom­po­si­tionen le­ben muss­te – in einer Zeit, in der es noch kein Ur­heber­recht gab.
Auf der Klassik­liste gibt es heu­te den 1. Satz der Sym­phonie Nr. 8 F-Dur op. 93. Die Form ist ein Sonaten­haupt­satz mit drei Themen. Es gibt keine Ein­lei­tung, der Satz be­ginnt un­mittel­bar mit dem be­schwing­ten 1. Thema im ¾-Takt. Aber man muss, wie ich finde, ge­nau das richtige Tem­po tref­fen, und die Arti­ku­la­tion darf nicht zu schwam­mig sein. Wir hören das Lon­don Sym­phony Orches­tra unter Lei­tung von Bernard Haitink in einer Live-Auf­nahme vom 24. April 2006. Auf der Ergänzungs­liste gibt es die ge­samte Sym­phonie, 25 heitere Minuten sin­fo­ni­scher Musik!

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