Ludwig van Beet­hoven hatte einen be­rühm­ten Schüler aus dem Kaiser­haus: Erz­herzog Rudolph von Öster­reich war der jüngs­te Sohn von Kaiser Leopold II. und Enkel Maria There­si­as. Er war sehr ge­bildet, ein aus­gezeich­ne­ter Pia­nist und nahm ab 1809 Klavier- und Kom­posi­tions­unter­richt bei Beet­hoven. Es ent­stand eine Freund­schaft, Rudolph unter­stützte Beet­hoven finan­ziell, Beet­hoven wid­mete Rudolph eini­ge seiner be­deutend­sten Werke.
Be­son­ders mag ich das sog. Erz­herzog-Trio B-Dur op. 97 für Klavier, Vio­line und Violon­cello – man nennt diese Besetzung Klavier­trio. Auf der Klassik­liste ist da­raus heute der 2. Satz, ein beschwing­tes Scherzo, zu hören. Es handelt sich um ein rei­fes Werk mit einem „großen“ 1. Satz und einem wunder­baren lang­samen Satz an der un­gewöhn­lichen 3. Position. Auf der Ergänzungs­liste ist das ge­samte Klavier­trio zu hören. Es spielt das welt­berühm­te Beaux Art Trio in einer Auf­nahme von 1979.
Erz­herzog Rudolph ist übri­gens gestern vor 190 Jahren in Baden bei Wien ver­stor­ben.

0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar