Die erste Oper, die ich in meinem Leben gehört habe – vor 40 Jahren bei Herrn Engelhardt im Musikunterricht der 5. Klasse –, war Der Fliegende Holländer von Richard Wagner (1813–1883). Ich war sehr beeindruckt, und die Musik der Ouvertüre und der 1. Szene ist mir tief im Gedächtnis geblieben. Die Oper wurde heute vor 179 Jahren in Dresden uraufgeführt.
Der Handlung liegt die Holländer-Sage zugrunde: Ein holländischer Kapitän hat bei seinem vergeblichen Versuch, das Kap der guten Hoffnung zu umsegeln, gotteslästerlich geschworen, er werde bis zum jüngsten Tag segeln, wenn es sein müsse – und wurde genau dazu verdammt. Alle sieben Jahre dürfe an Land gehen, wo ihn die Liebe einer Frau von seinem Fluch erlösen könne. Wagner hat die Oper vor dem Hintergrund einer eigenen Seefahrt bei fürchterlichem Sturm komponiert. In der Ouvertüre kommen alle musikalischen Motive der Oper zu Gehör – das Sturm-, Holländer-, Erlösungsmotiv usw. –, die später in entsprechenden Szenen wieder erklingen, wodurch vielfältige emotionale Bezüge hergestellt werden. Diese sog. Leitmotiv-Technik hat Richard Wagner erfunden, und sie kommt noch heute z. B. in Kinofilmen selbstverständlich zum Einsatz.
Auf der Klassikliste hören wir die Ouvertüre zum Fliegenden Holländer. Es spielt das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Leitung von Marek Janowski. Zehn Minuten mitreißende Musik!

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