Während Bruck­ners und Mahlers Sin­fo­nien am Ende der Ent­wick­lung dieser großen orches­tra­len Gat­tung ste­hen, gilt Joseph Haydn (1732–1809) als Schöpfer der klas­si­schen Sin­fo­nie. Seit einigen Jahren ar­bei­ten ver­schie­dene Orchester und Diri­gen­ten da­ran, recht­zeitig zum 300. Ge­burts­tag eine Gesamt­ein­spie­lung aller über 100 Sin­fo­nien Haydns vor­legen zu kön­nen. So haben die Heidel­berger Sin­fo­ni­ker ge­rade im Januar wieder vier CDs mit 15 wei­te­ren Sin­fo­nien heraus­­ge­bracht.
Es ist höchst inter­es­sant zu hören, dass Haydn in den 1750er und 1760er Jahren sehr oft mit for­ma­len, har­mo­ni­schen und klang­lichen Mög­lich­kei­ten ex­peri­men­tiert und so über die Jahre zu der Meister­­schaft ge­fun­den hat, die seine Lon­do­ner Sin­fo­nien 40 Jahre später mani­fes­tie­ren. Hören wir heute auf der Klassik­liste den 1. Satz aus der Sin­fo­nie Nr. 72 D-Dur  aus dem Jahr 1763, wo die Hör­ner gleich zu Beginn so herr­lich tril­lern dür­fen. Es spielen die Heidel­ber­ger Sin­fo­ni­ker unter Lei­tung von Jo­hannes Klumpp. (Sie ist eine eher frühe Sin­fo­nie, denn man be­achte, dass die Num­me­rie­rung der Sin­fo­nien Haydns nur wenig mit der Reihen­folge ihrer Ent­stehung zu tun hat.) Auf der Ergänzungs­liste findet man wieder die ge­samte Sin­fo­nie.

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