Würde mir eine gute Fee drei Wünsche ganz für mich allein freigeben, dann würde ich mir wünschen, dass ich einen Tag lang so singen könnte wie Fritz Wunderlich (1930–66) mit seiner wunderbaren Stimme und seiner herrlichen, intuitiven Musikalität. Er gilt als einer der größten Sänger, die je gelebt haben, und ist noch immer Vorbild für viele Sängerinnen und Sänger.
Und dann würde ich auch die Arie „Komm, o holde Dame“ singen. Sie stammt aus der Opéra-comique „La dame blanche“ („Die weiße Dame“) von François-Adrien Boieldieu (1775–1834). Im Zentrum steht die weiße Dame, ein vermeintliches Schloßgespenst, das sich am Schluss als Pflegetochter des betrügerischen Verwalters entpuppt. Die Oper wird heute fast nicht mehr aufgeführt, aber die Tenorarie ist berühmt und wird nach wie vor gesungen.
Heute vor 60 Jahren war Fritz Wunderlich im Studio und hat die Arie mit ihrer langsamen Einleitung und dem furiosen Finale aufgenommen. Und anders als im Notentext geht Wunderlich in der zentralen Koloratur aufs hohe C hinauf.
Wir hören heute auf der Klassikliste also die Arie Arie „Viens, gentille dame“ aus „La dame blanche“ von Boieldieu. Es singt Fritz Wunderlich, begleitet vom Bayerischen Staatsorchester unter Leitung von Hans Müller-Kray.

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