Weil sich ihr Todes­tag jährte, habe ich mich in die­ser Woche wieder ein­mal zu der groß­arti­gen Sänge­rin Maria Callas (1923–1977) hin­ge­zo­gen ge­fühlt, die als größte Opern­sänge­rin al­ler Zei­ten gilt, weil sie eine un­fass­bare Aus­drucks­kraft und Bühnen­prä­senz be­saß. Sie soll ihre Rol­len in­tui­tiv er­fasst und ihre Fi­gu­ren mit einer atem­be­rauben­den emo­tio­na­len In­tensi­tät ver­kör­pert ha­ben. Da­bei hat­te sie eine gigan­ti­sche Stim­me, die zwar nicht makel­los oder natur­schön, aber sehr facetten­reich war und es ihr er­laubte, Rol­len aus ver­schie­de­nen sog. Stimm­fächern zu sin­gen, was nur we­ni­gen Sänge­rin­nen ge­ge­ben ist. Schon zu Leb­zei­ten wur­de sie da­her als „Prima­donna asso­luta“ be­zeich­net. Wir werden noch eini­ges von ihr hö­ren.
Auf der Klassik­liste hö­ren wir heu­te die be­kannte Arie „O mio babbino caro“ („O mein lieber Papa“) aus der Oper Gianni Schicchi von Giacomo Puccini (1858–1924). Da­rin bittet Lau­retta, ihren ge­lieb­ten Rinuccio hei­raten zu dür­fen. Den Text gibt es hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/O_mio_babbino_caro
Die Video-Aufnahme einer kon­zer­tan­ten Auf­führung (Paris, 1965) ist ein Doku­ment ihrer voll­ende­ten Kunst: https://www.youtube.com/watch?v=l1C8NFDdFYg

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