Blei­ben wir noch ein we­nig beim Weih­nachts­ge­schäft. In die­sem Jahr hat Dia­na Dam­rau (geb. 1971), eine der füh­ren­den Opern­sänge­rin­nen un­se­rer Zeit und Baye­ri­sche Kammer­sän­ge­rin, ein großes Weih­nachts­­album mit volks­tüm­lichen und klas­si­schen Stücken heraus­ge­bracht. Und da wun­dert man sich schon, welche klas­si­schen Wer­ke auf­ge­nom­men wer­den, die zwar „ge­tra­gen“ und „fest­lich“ daher­kommen – aber keiner­lei Be­zug zu Weih­nach­ten ha­ben. Zum Bei­spiel die kur­ze Mo­tet­te „Pa­nis ange­li­cus“, de­ren Text 1264 zu Fron­leich­nam ge­dich­tet wur­de und das Abend­mahls­brot ins Zen­trum stellt. Sie wurde 1861 von César Franck (1822–1890) kom­po­niert, ei­nem wunder­baren fran­zö­si­schen Kom­po­nis­ten der Spät­ro­man­tik, der ges­tern vor 200 Jahren in Lüt­tich ge­bo­ren wur­de. Er hat viele Jahre als Or­ga­nist ge­ar­beitet, spä­ter wur­de er Do­zent am be­rühm­ten Con­ser­va­toire de Paris und 1886 so­gar Prä­si­dent der So­ciété na­tio­nale de mu­sique.
An­läss­lich des Ge­burts­tags machen wir bei die­sem frag­wür­di­gen Spiel mit und hören heu­te auf der Klassik­liste das be­rühm­te „Panis ange­li­cus“ in der ori­gi­na­len Fas­sung für Te­nor, Cello, Harfe und Orgel von César Franck. Es singt der spa­ni­sche Tenor Plá­ci­do Domin­go (geb. 1941). Auf der Ergänzungs­liste gibt es ein etwas schmal­zi­ges Arrange­ment ge­sun­gen von Diana Dam­rau.

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