Unser Sohn übt gerade die ganz bekannten Zwölf Variationen in C-Dur über das Lied „Ah, vous dirai-je, Maman“ KV 265 von Wolfgang Amadé Mozart (1756–1791), die zu den Standardwerken im Klavierunterricht zählen. Ich habe sie bei unserer Klavierlehrerin ebenfalls gespielt. Auf die Melodie des französischen Lieds werden in verschiedenen Ländern auch andere Lieder gesungen, im deutschsprachigen Raum insbesondere Morgen kommt der Weihnachtsmann, weshalb wir dieses Stück mit Weihnachten verbinden.
Das Variieren ist eines der fundamentalen Kompositionsprinzipien in der Musik, bei dem ein Motiv melodisch, rhythmisch oder harmonisch verändert wird, dabei aber mehr oder weniger erkennbar bleibt. Früher gehörte es zur Grundausbildung von Musikern, Themen spontan verzieren und variieren zu können. Daraus entstand eine eigene Gattung, der Variationensatz, also eine Reihe verschiedener Variationen über ein vorgegebenes Thema. Einige der größten Werke der Klaviermusik sind Variationszyklen. Wir werden darauf noch mehrmals zurückkommen.
Auf der Klassikliste hören wir Mozarts Variationen in einer Interpretation von Walter Gieseking (1895–1956), einem bedeutenden deutschen Pianisten, den ich wegen seines schlichten Klavierspiels sehr schätze.

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