Mit 26 Jahren unter­nahm Ludwig van Beet­hoven als ge­feier­ter Pia­nist „eine Konzert­rei­se nach Prag, Dres­den, Leip­zig und Ber­lin, die ein großer künst­leri­scher und finan­ziel­ler Er­folg wurde.“ Er spielte abends in adeli­gen Häu­sern und kom­po­nier­te für diesen An­lass auch pas­sen­de Stücke. So ent­stand in Prag die kur­ze drama­ti­sche Szene und Arie für Sopran und Orches­ter „Ah, perfido“ op. 65 (dt. „Ach, Du treuloser!“). Sie wurde heute vor 225 Jahren in Leip­zig zum ers­ten Mal auf­ge­führt.
Thema und Handlung sind typisch: In einem Rezi­ta­tiv be­schimpft und ver­flucht die Ver­las­se­ne wü­tend ihren treu­losen Ge­lieb­ten. Bei 3:30 min. wandelt sie sich, in der an­mutigen Konzert­arie „Per pietà, non dirmi addio!“ (dt. „Hab’ Erbarmen, sag’ mir nicht Lebwohl!“) wünscht sie den Ge­lieb­ten zu­rück, um dann ab 8:56 min. im drama­ti­schen Schluss ihre qual­volle Lage zu be­klagen. Der Text ist hier zu finden, am besten liest man mit: https://lyricstranslate.com/de/ah-perfido-ach-du-treuloser.html
Auf der heutigen Klassik­liste hören wir eine Auf­nahme vom Sil­vester­kon­zert 1991. Es singt die ameri­ka­nische Sopranis­tin Cheryl Studer, be­glei­tet von den Ber­liner Phil­harmo­ni­kern unter Lei­tung ihres da­ma­li­gen Chef­diri­gen­ten Claudio Abbado.

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