Heute feiert der Kata­la­ne Jordi Savall seinen 80. Geburts­tag, einer der be­deu­tend­sten und fas­zi­nierend­sten Mu­si­ker unser­er Zeit. Savall ist akti­ver Musi­ker, näm­lich ein Gam­bist, Di­ri­gent, Kom­po­nist, Musik­wissen­schaft­ler, Do­zent, er­folg­reicher CD-Produ­zent und ande­res mehr – also ein wah­rer Uni­versal­künst­ler. Man braucht Jah­re, um sich mit den hun­der­ten CDs von und mit ihm zu be­schäf­ti­gen. Savall hat sich auf die sog. Alte Musik spe­zia­li­siert, wo­mit die Musik vor 1750 be­zeich­net wird. Da­zu hat er mehrere Spe­zial­ensembles ge­grün­det. Aber Ach­tung: Alte Musik klingt nicht „ver­staubt“ und „alt“, sie kann un­geheuer­lich emo­tio­nal, leben­dig und frisch wirken. Wie immer muss man ge­nau hin­hören.
Auf der Klassik­liste gibt es heute eine Rari­tät: ein ca. 700 Jahre al­ter Hym­nus an die Jung­frau Maria, aber auf ara­bisch, mit dem Ti­tel Ya Mariam el bekr. Der Text lautet:

Jungfrau Maria, du strahlst heller als Sonne und Mond,
heller als jeder Stern am Himmelskreis.
Mutter Jesu, meine Mutter, meine Hoff­nung,
verlass mich nicht, wenn ich sün­dige.
Morgen­stern, leuchte in unsere Herzen,
erleuchte unseren Geist, unsere Augen und Ohren.

Es singt die Syre­rin Waed Bou­hassoun, be­glei­tet vom Ensem­ble Hespèrion XXI unter Lei­tung von Jordi Savall.
Wann kann man solch bewegende Musik hören?

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