Heute vor 100 Jahren wurde in Belgien Arthur Grumiaux geboren, einer der großen Geiger des 20. Jahrhunderts. Er erhielt mit 4 Jahren Geigenunterricht beim Großvater und studierte am Brüsseler Konservatorium. Ein besonderes Glück war, dass er zusammen mit Clara Haskil, der großartigen Pianistin, die wir schon in #5 kennengelernt haben, musizieren und alle Sonaten für Violine und Klavier von Mozart und Beethoven einspielen konnte.
Auf der Klassikliste hören wir von den beiden passend zum heutigen Frühlingsanfang den wunderbaren 1. Satz Allegro moderato aus der Sonate für Violine und Klavier Nr. 26 B-Dur KV 378 von Wolfgang Amadé Mozart. Auf der Ergänzungsliste findet sich die gesamte Sonate – 15 Minuten frühlingshaft heitere Musik.
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Hallo,
ein tolles Stück, wo habe ich neulich gehört: Der Mai ist der Mozart unter den Monaten.
Mein Favorit ist die Aufnahme von Isaac Stern: https://open.spotify.com/album/7lx7AYmRAvFVvbpLDn4Lpp
Viele Grüße
Der Mai
Im Galarock des heiteren Verschwenders,
ein Blumenzepter in der schmalen Hand,
fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders,
aus seiner Kutsche grüßend, über Land.
Es überblüht sich, er braucht nur zu winken.
Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.
Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken.
Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein.
Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.
Die Birken machen einen grünen Knicks.
Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,
das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.
Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.
Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.
Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.
O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!
Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.
Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.
Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.
Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh.
Er nickt uns zu und ruft: „Ich komm ja wieder!“
Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.
Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder.
Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt.
Erich Kästner