Friedrich Kuhlau (1786–1832) war ein Komponist zwischen Klassik und Romantik. In Uelzen geboren, die Vorfahren alle Berufsmusiker, zog die Familie nach Lüneburg und später nach Hamburg. Er erhielt Musikunterricht und trat schon als 18-Jähriger mit eigenen Werken als Pianist auf. Als die Napoleonischen Truppen Hamburg besetzten, floh er ins dänische Kopenhagen. Hier gab er Konzerte mit eigenen Werken und war der erste Interpret der Klaviersonaten Beethovens. Seinen Durchbruch verdankte er allerdings mehreren sehr erfolgreichen Opern, er wurde kgl. Kammermusicus und Professor. Bis heute wird seine Nationaloper Elverhøj (dt. Der Elfenhügel) in Dänemark aufgeführt, die er anlässlich einer königlichen Hochzeit komponierte. Heute vor 191 Jahren ist Kuhlau in Kopenhagen gestorben.
Sei Werk besteht zur Hälfte aus Klaviermusik, die weiterhin vor allem im Unterricht eingesetzt wird. Bemerkenswert ist, dass er sehr viel Musik für Flöte geschrieben hat, obwohl er nach eigener Aussage „nicht den kleinsten Griff konnte“ (MGG II). Und diese Werke für Flöte solo, Duette, Trios und sogar ein Quartett sind ein wichtiger Bestandteil des Flöten-Repertoires.
Hören wir heute auf der Klassikliste das finale Rondo aus dem Quartett e-Moll für vier Flöten op. 103 von Friedrich Kuhlau – herrliche, aber kaum bekannte Musik! Es spielt das deutsch-chinesische Ensemble Tetrachord. Auf der Ergänzungsliste folgt das gesamte Quartett und außerdem die Sonatine C-Dur op. 55 Nr. 1 für Klavier, die alle unsere Kinder im Klavierunterricht gespielt haben.

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