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Weih­nach­ten ist ein rie­si­ges Ge­schäft, auch für die Musik­in­dus­trie. Seit Jahr­zehn­ten ver­kaufen sich Schall­plat­ten und CDs mit Weih­nachts­musik offen­bar her­vor­ra­gend. Jedes Jahr er­schei­nen zahl­lo­se Weih­nachts­plat­ten nam­haf­ter Sän­ge­rin­nen und Sän­ger sowie En­sem­bles und Bands al­ler Ar­ten. Da­rauf sind viel­fäl­ti­ge Arrange­ments, von gut­ge­meint über kit­schig bis voll­kommen miss­­lungen. Nur eins fin­det man fast nicht: Ein­spie­lun­gen der Advents- und Weih­nachts­lie­der in ihrer ur­sprüng­lichen Ge­stalt, ohne selt­same Vor­spiele, irri­tie­ren­de Be­glei­tungen, har­mo­ni­sche Ver­ände­run­gen oder sons­ti­ge kru­de Ein­fälle.
Wir pro­bieren es heute trotz­dem mit „Lasst uns froh und mun­ter sein“, einem rela­tiv jun­gen Niko­laus­lied aus dem 19. Jahr­hun­dert. Ver­mut­lich ist der Theo­lo­ge und Päda­go­ge Josef Anne­garn (1794–1843) der Ver­fasser des Lie­des, aber ge­sichert ist das nicht.
Auf der Klassik­liste hören wir eine hüb­sche Ver­sion von Eva & Erik mit dem Schnee­flöck­chen­chor, die aber auch nicht ohne Hall aus­gekommen ist. Auf die Ergänzungs­liste stel­le ich eine be­sonders gro­tes­ke Ver­sion.