Meine Frau und ich haben heute vor 30 Jahren auf einer Konzertreise der Studentenphilharmonie auch die Ouvertüre der Oper Nabucco von Giuseppe Verdi (1813–1901) gespielt. In der Oper geht es um ein biblisches Thema, nämlich um das Streben des jüdischen Volkes nach Freiheit aus der babylonischen Gefangenschaft. Dabei steht die extreme Selbstüberschätzung des Titelhelden Nabucco im Zentrum (in der Bibel Nebukadnezar II.), der sich in der Opernhandlung selbst zu Gott machen will. Er wird daraufhin mit Wahnsinn geschlagen und erst durch die Bekehrung zum Gott der Hebräer geheilt.
Die Ouvertüre der Oper beginnt mit den drei Posaunen solo. Da muss jeder Ton „sitzen“, was bei mir damals für einigen Schweiß zwischen den Fingern gesorgt hat. In der Ouvertüre erscheint auch schon die Melodie von Va pensiero, sull’ali dorate (dt. Steig, Gedanke, auf goldenen Flügeln), dem sog. Gefangenenchor. Auf der Klassikliste präsentiere ich eine Aufnahme der Deutschen Oper Berlin unter der Leitung des Italieners Giuseppe Sinopli von 1982. Den Gefangenenchor gibt es auf der Ergänzungsliste.
