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Als Klavier­humorist hat Bodo Wartke einen be­rühm­ten Vor­gän­ger, der heute vor 99 Jahren in Wien das Licht der Welt er­blick­te: den großen Georg Kreisler (1922–2011), dessen Lie­der schar­fe Kritik an Poli­tik und Ge­sell­schaft üb­ten und zu­wei­len bis ins Ab­sur­de reich­ten. Kreis­ler gilt als „vir­tuo­ser Meister der Spra­che, Mimik und Ges­tik“, der die Rol­len, Mas­ken und Dia­lek­te wechsel­te und des­sen hinter­grün­di­ger, oft­mals schwar­zer Hu­mor das bürger­liche Publi­kum nicht selten ver­störte.
Auf der Klassik­liste gibt es heute das Lied „Der Musik­kritiker“ mit einer Fül­le von musika­li­schen Zita­ten – ein wahrer Genie­streich! Auf der Ergänzungs­liste schlüpft er in den trau­ri­gen Triangel-Spieler oder „böhmakelt“ in der lus­ti­gen „Telefon­buch­­polka“.