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Wir blei­ben im popu­lä­ren Be­reich: Heu­te vor 40 Jahren, am 24. Sep­tem­ber 1983, fand die deutsch­­sprachige Erst­auf­füh­rung des Musi­cals Cats statt – und zwar im tradi­tions­reichen The­ater an der Wien, dort wo knapp 200 Jahre vor­her Beet­hovens Oper Fi­de­lio ur­auf­geführt wur­de.
Das Musi­cal Cats hat An­fang der 80er Jahre Furo­re ge­macht. Der bri­ti­sche Erfolgs­kom­po­nist Andrew Lloyd Webber (geb. 1948) hat es kom­po­niert, wo­bei er eine lite­ra­ri­sche Vor­lage des bri­ti­schen Literatur­nobel­preis­trägers T. S. Eliot nutz­te. Des­sen Samm­lung von Katzen­ge­dichten Old Possum’s Book of Prac­ti­cal Cats ver­sah er mit einer losen Hand­lung: Rund um eine Müll­halde tref­fen sich nachts die unter­schied­lichsten Katzen zum Jellicle Ball und er­zäh­len Ge­schich­ten aus ihrem Le­ben. Mehr­fach taucht auch die alte Katze Griza­bella auf, die am Schluss ihren Song Memory zu Ende singt.
Das Mu­si­cal wurde 1981 in Lon­don ur­auf­ge­führt und dort sage und schrei­be 9000mal ge­spielt. Mit der deut­schen Über­setzung für die Auf­führung in Wien be­gann der Er­folg im deutsch­sprachigen Raum. Natür­lich ist es moderne popu­läre Musik, aber die An­lage folgt es der Tradi­tion des euro­pä­ischen Musik­theaters, wie es auch in Wien von Gluck, Mo­zart und Beet­hoven ge­prägt wur­de.
Seit 1986 wurde Cats in Ham­burg auf­ge­führt, wo ich es am 29. Juli 1986 ge­sehen ha­be. Es war eine be­ein­drucken­de Show mit viel Tanz. Die Ein­tritts­karte kos­te­te 60 Deutsche Mark, was seiner­zeit richtig viel Geld war.
Hö­ren wir auf der Klassik­liste aus der Wiener Auf­füh­rung den wel­tbe­rühm­ten Titel­song „Memory“ in der deutschen Über­setzung „Er­in­ne­rung“, ge­sungen von An­geli­ka Mils­ter (geb. 1951), die mit der Rol­le der Griza­bella in Cats be­rühmt ge­wor­den ist.