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Heute gibt es Musik, die man nicht neben­bei hö­ren kann, man muss sie aktiv an­hören. Bisher haben wir „klas­si­sche Musik“ aus ver­gange­nen Jahr­hunder­ten ge­hört, also altes „Zeug“, das sich auf­grund seiner Quali­tät ge­hal­ten hat.
Heute stel­le ich „ernste Musik“ eines sehr popu­lä­ren leben­den Kom­ponis­ten vor, näm­lich von Philip Glass (geb. 1937). Glass ist US-Ameri­ka­ner, kom­po­niert nach wie vor – 2019 wurde seine 12. Sin­fo­nie auf­geführt – und gilt als einer der profi­lier­tes­ten Ver­tre­ter der sog. Mini­mal Music. Dieser fas­zi­nie­ren­de Kom­positions­stil reiht an­dauernd kleins­te musi­ka­li­sche Mo­tive an­einan­der und ver­ändert sie fort­während. Durch Ver­schie­bungen und Über­lagerun­gen ent­ste­hen inter­essan­te klang­liche Phäno­mene. So er­wach­sen aus kleins­ten musika­li­schen Struk­tu­ren far­bige Klang­­teppiche, die Musik besteht aus Momen­ten einer konti­nuier­lichen Ent­wick­lung. Höchst inter­essant!
Auf der Klassik­liste hören wir den Satz I aus dem Streich­quartett Nr. 4 mit dem Bei­namen „Buczak“ von Philip Glass, das heute vor 32 Jahren ur­auf­geführt wor­den ist. Auf der Ergänzungs­liste fin­det sich das ge­samte Streich­quartett. Satz II ist sehr lang­sam, der Satz III ge­fällt mir außer­ordent­lich gut, tolle Musik! Es spielt das welt­berühmte Kronos Quartet.