Niccolò Paganini (1782–1840) war der berühmteste Geigenvirtuose seiner Zeit. Er tourte durch Europa, gab unzählige Konzerte und versetzte das Publikum in größtes Erstaunen. Ein wahres Spektakel! Wegen seiner außergewöhnlichen technischen Fähigkeiten und seines durch Krankheiten geprägten Aussehens wurde er als „Teufelsgeiger“ bezeichnet. Er besaß gleich mehrere Violinen, Violen und Celli von Amati, Stradivari und Guarneri und handelte mit den Instrumenten. Paganini komponierte viel – auch für Gitarre, die er übrigens ebenfalls virtuos beherrschte.
Hören wir auf der heutigen Klassikliste das abschließende Rondeau aus Paganinis 1803 komponierter Sonata concertata per chitarra e violono A-Dur op. 61. Es spielen die Hamburger Gitarristin Sonja Prunnbauer, die heute ihren 74. Geburtstag feiert, und Rainer Kussmaul (1946–2017) – auch er auf einer Stradivari –, der Konzertmeister der Berliner Philharmoniker war und 1995 die Berliner Barock Solisten mit gründete. Auf der Ergänzungsliste gibt es wie oft die gesamte Sonate. Wie schön Violine und Gitarre harmonieren!
