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Heute vor 324 Jahren ist im ita­lie­ni­schen Cre­mo­na Giu­seppe Guar­ne­ri (1698–1744) als jüngs­ter Spross einer Geigen­bau-Fami­lie auf die Welt ge­kom­men. Er bau­te seine Vio­li­nen etwas fla­cher und brei­ter als der be­rühm­te­re An­to­nio Stra­di­va­ri (1644–1737), aber wegen ihres kräf­ti­ge­ren Tons werden seine Ins­tru­men­te heute so­gar noch etwas mehr ge­schätzt. Es gibt zahl­lose Unter­suchun­gen zum Ge­heim­nis der be­son­de­ren Klang­ei­gen­schaf­ten der sog. Stra­di­va­ris und Guar­ne­ris, jeden­falls wer­den heu­te Millionen­be­trä­ge für sie ge­zahlt – meist von rei­chen Leu­ten, die sich damit schmücken, sie her­vor­­ragen­­den Musi­kern zum Spie­len aus­zu­leihen, nicht sel­ten lebens­lang. Übri­gens füg­te Guar­ne­ri sei­nem Geigen­zettel im Innern der Vio­li­ne ein Kreuz und die Buch­sta­ben IHS hinzu – also die Anfangs­­buch­staben von Jesus in grie­chi­scher Schrei­bung – wes­halb er Guar­neri del Gesù ge­nannt wur­de.
Hören wir auf der heutigen Klassik­liste den 2. Satz Malinconia aus der So­nate Nr. 2 a-Moll für Vio­line solo des bel­gi­schen Geigers und Kom­po­nis­ten Euegène Ysaÿe (1858–1931). Der Ukrai­ner Oleg Kaskiv (geb. 1978) spielt auf der sog. „Caspar Hauser“ von Giu­seppe Guar­neri del Gesù aus dem Jahre 1724. Auf der Ergänzungs­liste ist die ge­samte So­na­te zu hö­ren.