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Im Volks­glau­ben tan­zen in der Nacht des 30. April die Hexen auf dem Brocken im Harz, auch Blocks­berg ge­nannt. Über die Jahr­hun­der­te haben sich ver­schie­de­ne Volks­bräuche ent­wickelt: z. B. nächt­liches Peitschen­knallen, Glocken­läuten und große Mai­feuer, um Hexen und böse Geis­ter zu ver­trei­ben.
Natür­lich haben wil­de Hexen­tänze die Phan­ta­sie vieler Musi­ker an­ge­regt, und so gibt es ganze Reihe von Ver­to­nun­gen dieser Idee. Bei­spiels­weise trägt der 2. Satz der Sin­fo­nie Nr. 8 A-Dur op. 205 von Joachim Raff (1822–1882) die Be­zeich­nung „In der Walpurgis­nacht“. Raff war ein sehr viel­sei­ti­ger und über­aus pro­duk­ti­ver schwei­ze­risch-deutscher Kom­po­nist, der im 19. Jahr­hun­dert sehr be­liebt war und in einem Atem­zug mit Brahms und Wagner ge­nannt wur­de.
Hören wir auf der heu­ti­gen Klassik­liste den ge­nann­ten 2. Satz in einer Auf­nahme der Bam­berger Sympho­ni­ker unter Lei­tung von Hans Stadl­mair.