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Nach der Elise wird’s heute und am nächs­ten Sonn­tag laut, denn wir kom­men zur größ­ten Gat­tung der Orches­ter­musik zu­rück, der Sin­fo­nie. Am 20. Februar 1881, heu­te vor 141 Jah­ren, führ­ten die Wie­ner Phil­har­moni­ker zum ers­ten Mal die 4. Sin­fonie in Es-Dur des öster­reichi­schen Kom­po­nis­ten Anton Bruck­ner (1824–1896) auf. Die Ur­auf­füh­rung war über­aus er­folg­reich, das Publi­kum ver­lang­te ihn nach je­dem Satz auf die Bü­hne. Ein Kri­ti­ker schrieb: „Es ist ein solcher Strom von Empfin­dun­gen in sei­nem Wer­ke, und eine Idee drängt so die an­de­re, daß man den Reich­tum sei­nes Geis­tes wahr­haft be­wun­dern muß […].“
Wir hören auf der Klassik­liste den 1. Satz „Be­wegt, nicht zu schnell“ mit der be­rühm­ten Ein­lei­tung: Über dem Es-Dur-Tre­mo­lo der Strei­cher im Pia­nis­si­mo er­klingt der vier­ma­li­ge Ruf des Solo-Horns – da be­kommt je­der Hor­nist Schweiß zwischen den Fin­gern. Da­raus ent­wickelt sich das 1. The­ma im For­tis­si­mo mit dem charak­te­ris­ti­schen Gegen­satz von Duole und Triole. Im Kon­trast da­zu steht das 2. Thema, das den zar­ten Ge­sang der Kohl­mei­se imi­tiert. Wir hö­ren Auf­nahme von Marek Ja­nows­ki mit dem Orches­tre de la Suisse Ro­mande aus dem Jahr 2013. Und welch ein majes­tä­ti­scher Schluss der Hör­ner!