Beiträge

Die Johannes-Passion BWV 245 ist die erste Passion von Jo­hann Se­bas­tian Bach (1685–1750). Sie wur­de an Kar­frei­tag, den 7. April 1724 in der Leip­zi­ger Niko­lai­kirche ur­auf­­ge­führt. Sie ist in fünf „Akte“ ge­glie­dert: 1. Ver­rat und Ge­fan­gen­nahme Jesu, 2. Ver­leug­nung durch Pe­trus, 3. Ver­hör und Ver­ur­tei­lung Jesu durch Pontius Pi­la­tus, 4. Kreu­zi­gung und Tod sowie 5. Be­gräb­nis Jesu.
Auf der heutigen Klassik­liste hören wir die Ver­leug­nung durch Pe­trus: „Er leugnete aber und sprach: Ich bin’s nicht! Spricht des Hohen­pries­ters Knecht einer, ein Ge­freund’ter des, dem Pe­trus das Ohr ab­ge­hauen hat­te: Sahe ich dich nicht im Gar­ten bei ihm? Da ver­leug­ne­te Pe­trus aber­mal, und also­bald krähe­te der Hahn. Da ge­dach­te Pe­trus an die Wor­te Jesu, und ging hin­aus und wei­ne­te bit­ter­lich“, wobei der letzte Satz nicht aus Joh. 18, 25–26 stammt. Wir hören die Star­besetzung des 20. Jahr­hun­derts: Fritz Wunder­lich als Evan­­ge­­lis­ten und Die­trich Fischer-Dies­kau als Jesus. Auf der Ergänzungs­liste ist die ge­samte Szene mit ihrer be­klemmen­den Aus­sage zu finden.