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Der fran­zö­si­sche Kom­po­nist, Cembalo­vir­tu­ose und Or­ga­nist Jean-Philippe Rameau (1683–1764) hat während der Barock­zeit ge­lebt. Er ist heute vor 257 Jah­ren kurz vor seinem 81. Ge­burts­tag in Paris ge­stor­ben. Sei­ne Wer­ke sind über­aus ori­gi­nell und aus­drucks­stark. Nach­dem er lan­ge in Ver­gessen­heit ge­ra­ten war, wird er seit ei­ni­ger Zeit wieder­ent­deckt. So spie­len beispiels­weise sogar die Ber­li­ner Phil­har­moni­ker ab und zu Orchester­stücke von ihm, auch Grigory Sokolov, der be­deuten­de Pia­nist, den wir in #35 kennen­ge­lernt haben, führt regel­mäßig Wer­ke von Rameau auf. Und natür­lich vie­le andere.
Rameau hat drei Hef­te mit Stücken für Cem­ba­lo ver­öffent­licht, die so­genann­ten Livres de Pièces de Clave­cin. Auf der Klassik­liste hören wir die fran­zö­si­sche Cem­ba­lis­tin Céline Frisch, Pro­fesso­rin in Wien, mit dem herr­lichen Rappel des Oiseaux, der morgend­lichen Ver­samm­lung der Vögel, wie gut zu hören ist, aus der Suite in e-Moll von 1724. Auf dem Cem­balo ge­spielt, dürf­te das vor 300 Jah­ren un­ge­fähr so ge­klun­gen haben. Auf der Ergänzungs­liste hören wir das­sel­be Stück auf dem Konzert­flügel, es spielt der oben er­wähn­te Grigory Sokolov.

Heute vor 223 Jahren wurde in Wien Franz Schu­bert ge­boren, der ältes­te der drei großen frü­hen deut­schen Ro­man­ti­ker, de­nen wir un­fass­bar schöne Musik ver­dan­ken. Er kam als 13. von zwan­zig Kin­dern auf die Welt. Be­reits mit fünf er­hielt er Geigen­unter­richt, mit sieben Orgel­unter­richt, als Elf­jäh­ri­ger wurde er als Sänger­kna­be in die Wie­ner Hof­musik­kapel­le auf­genom­men, mit sechs­zehn kom­po­nier­te er die ers­te Sin­fo­nie, mit sieb­zehn die ers­te Oper.
Auf der Klassik­liste hören wir heu­te ei­nes sei­ner be­kann­tes­ten Klavier­werke, das Impromptu Nr. 4 As-Dur D 899, keine stren­ge So­na­te, son­dern ein kur­zes Fan­tasie­stück der Form A–B–A. Wir hören Grigory Soko­lov in einer Live-Auf­nahme, ei­nen der be­deu­tendsten le­ben­den Pia­nis­ten. Unse­re Klavier­lehre­rin schätzt ihn sehr, er hat eine fan­tas­ti­sche An­schlags­kul­tur. Von der­sel­ben CD fin­det man auf der Ergänzungs­liste von Schuberts Drei KlavierstückenD 946 die Nr. 2 Alle­gret­to Es-Dur, auch ein Impromptu. Beide Stücke hat unsere Toch­ter am Ende ihres Klavier­unter­richts ge­spielt.