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Am 2. Advent 1623, heute vor 400 Jahren, wurde im preußi­schen Königs­berg im Stadt­teil Roß­garten eine Kapelle eingeweiht. Der Musi­ker und Pfarrer Georg Weissel (1590–1635) hat zu diesem An­lass ein neues Lied ge­dichtet: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, das da­mals aber auf eine ande­re Melo­die ge­sungen wurde als heute. Acht­zig Jahre spä­ter fin­det sich in dem be­rühm­ten Gesang­buch von Jo­hann Anasta­sius Frey­ling­hausen (1670–1739) zu diesem Text eine andere Melo­die, die rasch popu­lär wurde. In dieser Fas­sung fin­det sich das Advents­lied heute in den Gesangs­büchern der evan­ge­li­schen, römisch-katho­li­schen und neu­apos­to­li­schen Kir­che sowie der evan­ge­li­schen Frei­­kirchen. Im Laufe der Zeit wurde es zu einem der be­kann­tes­ten deutsch­­sprachi­gen Advents­lieder. Fried­rich Sil­cher, Max Reger und vie­le ande­re ha­ben da­zu vier­stim­mi­ge Sätze kom­po­niert.
Hören wir auf der heutigen Klassik­liste alle fünf Strophen von Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ in einem Satz von Ger­hard Schnit­ter, ge­sungen von einem nicht nament­lich be­kann­ten Solisten­ensemble.