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Am 7. Januar 1895, heu­te vor 129 Jahren, wurde in Buka­rest Cla­ra Has­kil (1895–1960) ge­bo­ren, die wir in #5 und #42 schon ge­hört haben. Sie gilt als eine der großen Pia­nis­tin­nen des 20. Jahr­hun­derts, aber nicht wegen ihrer Vir­tu­osi­tät, son­dern wegen ihrer be­rüh­ren­den Musi­ka­li­tät. Auf­grund ihrer groß­arti­gen Mozart-Inter­pre­ta­tio­nen wur­de sie auch „Statt­halterin Mo­zarts auf Er­den“ ge­nannt. Weil sie aber nicht das auf­sehen­er­regen­de vir­tu­ose Pro­gramm spiel­te, ver­lief ihr Kar­rie­re zu­nächst nicht ruhm­reich.
Da­bei war Has­kil enorm talen­tiert, spiel­te schon als 8-Jährige ein Klavier­kon­zert von Mo­zart, stu­dier­te am Kon­ser­va­to­rium in Paris, wo sie als 14-Jähri­ge einen 1. Preis in Vio­li­ne und einen 2. Preis für Kla­vier er­hielt. Be­reits mit 16 Jahren kon­zer­tier­te sie in Eu­ro­pa, ob­wohl sie seit Kinder­tagen an einer schwe­ren Sko­li­ose litt, spä­ter dann auch in den USA. Als Jü­din musste sie mehr­fach vor den National­sozia­lis­ten flüch­ten, ein­mal ent­kam sie den Scher­gen nur um ei­nen Tag. Erst nach dem 2. Welt­krieg er­hielt sie die An­er­ken­nung der musi­ka­li­schen Welt, konnte von ihren Ein­nahmen als Künst­le­rin le­ben und sich einen ei­ge­nen Flü­gel leis­ten.
Hö­ren wir die­se große Künst­le­rin auf der heu­tigen Klassik­liste mit dem 2. Satz aus Mozarts Klavier­kon­zert Nr. 20 d-Moll KV 466 in einer re­masterte Live-Auf­nahme vom 10. Januar 1954 aus dem Europa-Palast Berlin, einem Kino­saal mit 1760 Plätzen. Sie wird be­glei­tet vom Deutschen Symphonie-Orches­ter Berlin unter Lei­tung von Ferenc Fric­say (1914–63). Auf der Ergänzungs­liste gibt es das gesamte Klavier­konzert.