Wir kommen heute zu einer Oper, die nicht jeder kennt, und zwar zur Entführung aus dem Serail KV 384 aus dem Jahre 1782 von Wolfgang Amadé Mozart – so hat er sich zeitlebens genannt. Die Oper hat eine ganz ähnliche Handlung wie die Zauberflöte, ein ähnliches Personal, fantastische Musik mit wunderbaren Arien und ist genauso hörenswert wie die Zauberflöte. Ich habe sie vor Jahren mal in Stuttgart in der Oper gesehen und auch in einer konzertanten Aufführung in der Liederhalle gehört, bin mir aber nicht sicher, ob meine Frau da schon dabei war.
Auf der Klassikliste gibt das Finale „Nie werd ich Deine Huld verkennen“, in dem der Spanier Belmonte sich beim osmanischen Bassa Selim dafür bedankt, dass er ihm seine Geliebte Konstanze freigibt. Die mitreißende Ouvertüre findet sich auf der Ergänzungsliste.
Zu hören sind die English Baroque Soloists unter Leitung von John Eliot Gardiner, die ich zusammen in Stuttgart auch mal live gehört habe. Das Orchester spielt ausschließlich auf „alten“ Instrumenten aus der damaligen Zeit mit der damaligen Spieltechnik, womit die Musik so ähnlich klingen dürfte wie zu Mozarts Zeiten. Gardiner hat sich auf die sog. historische Aufführungspraxis spezialisiert. Ich schätze ihn als Dirigenten außerordentlich, er ist einer meiner Lieblingsdirigenten, und ich habe viele CDs von ihm, so dass hier noch einiges von ihm zu hören sein wird.
