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Heute gibt es eine wahre Rari­tät auf der Klassik­liste: Elisa­beth Schwarz­kopf (1913–2006), eine deutsch-briti­sche Opern- und Lied­sängerin, zählt zu den bedeu­tend­sten So­pra­nis­tin­nen des 20. Jahr­hundert. Ich habe sie Ende der 90er Jahre ein­mal in Stutt­gart bei einem Meister­kurs erlebt, wo sie als hoch­betagte Frau auf der Bühne jungen Sänge­rin­nen Unter­richt gab. Es war be­ein­druckend, wie prä­sent sie war und wie be­wusst und klar sie die klein­sten De­tails der Ge­sangs­technik und des musika­li­schen Aus­drucks ver­mitteln kon­nte – eine große Meiste­rin des Ge­sangs.
Wir hör­en eine ur­alte Auf­nahme aus dem Jahre 1955, die 2001 digi­tal remastered wur­de und da­her so frisch klingt, als ob die Schwarz­kopf heute vor uns stün­de. Wie kann man nur so schön singen! Am Kla­vier be­gleitet der deutsche Pia­nist Wal­ter Giese­king (1895–1956), ein Mozart-Sezia­list. Wir hören heute natür­lich das Lied „Komm, lieber Mai, und mache“ KV 596 von Wolf­gang Amadé Mozart, das dieser un­be­greif­lich musika­lische Mensch am Ende seines kur­zen Lebens so schlicht und be­rüh­rend in Töne ge­setzt hat.
Auf der Ergänzungs­liste sind zwei wei­te­re Lieder von Mozart zu finden, die ich wäh­rend mei­nes Gesang­unter­richts bei Andrea Boesen selbst ge­sungen habe.