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Beim Klavier­vor­spiel letzte Woche hat unser Sohn ein klei­nes Stück­chen von Beet­hoven vor­ge­spielt, das man bei­nahe als „Familien­stück“ be­zeich­nen könn­te. Denn die Sechs Ecos­sai­sen Es-Dur habe ich selbst vor un­ge­fähr vor 20 Jahren auf ei­nem Vor­spiel der Musik­schule kennen­ge­lernt und dann im Klavier­unter­richt ge­übt, und auch man­che unse­rer Kin­der ha­ben es ge­spielt, zu­letzt nun un­ser Jüngs­ter.
Eine Ecos­sai­se ist ur­sprüng­lich ein schot­ti­scher Tanz. Über das Stück selbst ist we­nig be­kannt. Beet­hoven hat es ver­mut­lich für Unter­richts­zwecke ge­schrie­ben und da­für keine Opus­zahl ver­geben. 1955 wurde es im Werk­ver­zeich­nis von Ge­org Kins­ky als WoO 83 auf­ge­listet, also als Werk ohne Opus­zahl. Trotz­dem ist es ein ech­ter Beet­hoven, ein herr­liches Stück­chen mit sechs Va­ria­tio­nen.
Auf der Klassik­liste hören wir also die Sechs Ecos­sai­sen Es-Dur WoO 83 von Lud­wig van Beet­hoven. Es spielt Fried­rich Gul­da (1930–2000) in einer groß­ar­ti­gen Live-Auf­nahme vom 4. Novem­ber 1966 aus der Lieder­halle Stutt­gart.