Am 18. Juni 1821, also am Freitag vor 200 Jahren, wurde im berühmten Königlichen Schauspielhaus Berlin die romantische Oper „Der Freischütz“ uraufgeführt – das Haus war voller bekannter Persönlichkeiten, der Komponist Carl Maria von Weber (1786–1826) dirigierte selbst, mehrere Stücke, auch die Ouvertüre, mussten wiederholt werden, der Erfolg war sensationell. Da wäre man gern dabei gewesen!
Die Oper hat das romantische Empfinden der Zeit getroffen, ihre Bedeutung als „erste deutsche Nationaloper“ ist überragend, es sind ganze Bücher über sie geschrieben worden. Die Handlung entstammt einer Geistergeschichte um vom Teufel verzauberte Gewehrkugeln, sicher treffende „Freikugeln“, mit der Max öffentlich einen Probeschuss abgeben will, um seine Braut Agathe heiraten zu dürfen.
Auf der Klassikliste hören wir die geniale Ouvertüre mit ihrem Wechsel zwischen Hell und Dunkel, Liebesempfinden und Teufelsvorahnung. Es spielt das Frankfurter Radio-Symphonie-Orchester unter Leitung von Marek Janowski. Auf der Ergänzungsliste gibt es eine der bekanntesten Melodien aus dem Freischütz, den sogenannten Jägerchor „Was gleicht wohl auf Erden“ – ein Stück, auf das alle Männerchöre und alle Hornqartette der Welt hinfibern.
