Heute vor 99 Jahren, am 12. Februar 1924, fand in der Aeolian Hall in New York ein denkwüdiges Konzert statt. Unter den Zuhörern waren Musiker ersten Ranges wie Igor Stravinsky, Sergei Rachmaninow, Jascha Heifetz und Fritz Kreisler.
Als der Bandleader Paul Whiteman mit seinem Jazzorchester das Konzert ankündigte, war eines der angekündigten Werke noch gar nicht fertig, und er musste den gerade mal 26-jährigen Komponisten erst noch überreden. Dann aber legte George Gerschwin (1898–1937) los und erstellte bis zum 4. Februar eine Klavierfassung für vier Hände, die Whitemans Arrangeur Ferde Grofé für Orchester instrumentierte. So entstand eine witzige Mischung aus Blues, Jazz-Rhapsody und Klavierkonzert. Auch wenn die Kritiker an dem Stück einiges auszusetzen hatten – die Rhapsody in Blue hatte riesigen Erfolg, war sofort sehr beliebt und ist bis heute Gerschwins bekanntestes Werk. Man kennt viele Melodien daraus, und das Glissando der Klarinette im 1. Takt ist fast legendär.
Hören wir auf der heutigen Klassikliste die Rhapsody in Blue von Gerschwin mit dem Boston Pops Orchestra unter Leitung von Arthur Fiedler mit Earl Wild am Klavier in einer Aufnahme vom 13. Mai 1959.
